Zentralverband Sanitär Heizung Klima

Mehr Geld vom Staat

Verglichen mit der bisherigen Förderung für den Einbau einer Heizanlage mit erneuerbaren Energien kann die neue Richtlinie im Einzelfall eine Verdoppelung der Zuschüsse bedeuten. Foto: djd/ZVSHK

Heizung: Förderung für den Umstieg auf erneuerbare Energien ist massiv gestiegen

Amberg (djd|djd) - Die Bundesregierung strebt im Rahmen ihres Klimapaketes bis 2050 die CO2-Neu-
tralität in Deutschland an. Ein ehrgeiziges Ziel - und nur zu schaffen, wenn auch das enorme Einsparpo-
tenzial privater Hausbesitzer genutzt wird. "Würden alle zwölf Millionen Altkessel auf einen Schlag ausge-
tauscht, kämen bis zu 32 Millionen Tonnen CO2-Min-
derung pro Jahr zustande", rechnet Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima vor. Im Mittelpunkt des Anreizpro-
gramms zum Umstieg auf erneuerbare Energien ste-
hen die Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Mehr dazu gibt es unter www.bafa.de oder unter www.wasserwaermeluft.de. Verglichen mit der alten Förderung kann die neue Richtlinie im Einzelfall eine Verdoppelung der Zuschüsse ergeben. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Alle für die Durchführung einer Maßnahme notwendigen Arbeiten werden mit dem jeweiligen Fördersatz bezuschusst. Foto: djd/
ZVSHK

Was wird gefördert und wie hoch ist die Förderung?

Der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage wird mit jeweils 35 Prozent gefördert. Für eine Solarkollektoranlage zur Warmwasserberei-
tung oder Heizungsunterstützung gibt es einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent. Für eine Hybridheizung mit erneuerbaren Energien beträgt die Förderung 35 Prozent, und der Einbau einer Gas-Hybridheizung wird mit 30 Prozent unterstützt.

Wer erhält die maximale Förderung von 45 Prozent?

"Wechselt man von einer Ölheizung auf eines der genannten Heizsysteme, erhöhen sich die Fördersätze um weitere zehn Prozentpunkte", erklärt Helmut Bramann. Bei einer Wärmepumpe läge der Fördersatz somit bei 45 statt bei 35 Prozent. Alle für die Durchführung einer Maßnahme notwen-
digen Arbeiten werden mit dem jeweiligen Fördersatz bezuschusst. Dazu zählen Demontagearbeiten und die Entsorgung alter Wärmeerzeuger sowie Maurerarbeiten für Durchbrüche.

Wann müssen die Förderanträge gestellt werden?

"Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antrag-
stellung noch nicht begonnen wurde", so Helmut Bramann. Planungsleis-
tungen dürfen dagegen bereits vor Antragstellung erbracht werden. Rechtzeitig vor Antragstellung sollte und muss deshalb der geschulte Heizungsbauer kontaktiert werden, er kann dem Hausbesitzer alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Förderungen erklären.
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Rechtzeitig vor Beantragung der Fördermittel sollte der geschulte Hei-
zungsbauer kontaktiert werden, er kann dem Hausbesitzer alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Zuschüssen erklären.
Foto: djd/ZVSHK

Ist eine Kombination
mit anderen Programmen möglich?

Die BAFA-Förderung ist mit den KfW-Programmen "Ener-
gieeffizient Bauen" sowie "Energieeffizient Sanieren" kombinierbar.

Welche Maßnahmen werden
nicht gefördert?

Der Einbau von reinen Ölheizungen wird nicht mehr gefördert. Falls aber ein Ölkessel mit erneuerbaren Energien gekoppelt ist, so ist der erneuerbare Anteil förderfähig. Wer eine Austauschverpflichtung laut EnEV hat, wird ebenfalls nicht gefördert.