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Initiative RadKULTUR

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"Radeln im Herbst bewirkt gute Stimmung": Kurzinterview mit Baden-Württembergs Verkehrsminister
Winfried Hermann

Radfahren in der kalten Jahreszeit:
Die Initiative RadKULTUR hat Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann drei Fragen zum Thema gestellt.

Verkehrsminister Winfried Hermann beim Radeln im Herbst (Bild aus 2019). Bild: obs/Initiative RadKULTUR/ Ministerium für Verkehr BW

Stuttgart (ots|wro) - RadKULTUR: Der Herbst ist da - und mit ihm Kälte, Regen und weniger Sonne. Wird es da nicht schwierig mit dem Radfahren?

Winfried Hermann: Auch wenn es draußen kühler und nasser wird, Radfahren kann man trotzdem. Im Freien zu sein, die frische Luft zu atmen und beispielsweise den Ar-
beitsweg direkt für die tägliche Bewegungs-
einheit zu nutzen - das funktioniert auch im Herbst. Und wie sagt man so schön: "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung".

Gesundheitsexpertinnen und -experten bestätigen, dass durch die Bewegung an der frischen Luft die Durchblutung angeregt und die Abwehrkräfte gestärkt werden, besonders im Herbst. Zudem ist ein positiver psychologischer Effekt von gemäßigtem Ausdauersport wie dem Radfahren belegt. Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, die dieses Jahr durch die Corona-Pandemie zusätzlich getrübt wird, tut Radeln gut. Das Ansteckungsrisiko ist beim Radfahren übrigens nahe Null.

Münster belegt noch einmal: Wenn das Radwegenetz gut ausgebaut ist, steigen die Menschen auch bei Regen gerne aufs Rad.

Wie integriere ich das Radfahren
in den Alltag?

Insbesondere, wenn es abends früher dun-
kel wird, fällt es vielen schwer, sich nach der Arbeit zum Sport zu motivieren. Den Ar-
beitsweg zum Radfahren zu nutzen, ist eine gute Möglichkeit trotzdem eine Dosis Sport zu bekommen. Fast alle Radpendlerinnen und Radpendler berichten, dass sie durch das Radfahren nach Feierabend ent-
spannter zu Hause ankommen.

Sowohl für Beschäftigte als auch für Arbeit-
geber liegen die Vorteile des Radpendelns auf der Hand: Man wird durch das gestärkte Immunsystem seltener krank. Dass Arbeit-
geber Radfahren fördern, ist auch dem Land wichtig, deswegen erhalten Arbeitgeber im Rahmen der Initiative RadKULTUR spezielle Angebote. Im Modul RadINFO können sie ihren Mitarbeitenden zum Beispiel die wich-
tigsten Hinweise zum Thema Radfahren und Gesundheit mitgeben - damit das Radfahren auch im Herbst Spaß macht!

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Wie kann ich im Herbst und Winter
sicher auf dem Rad unterwegs sein?

Am besten mit einem verkehrssicheren Fahrrad: Mit gutem Licht und Reflektoren, und die Bremsen müssen richtig eingestellt sein. Dabei helfen die von der Initiative RadKULTUR im ganzen Land verteilten RadSERVICE-Punkte, die regelmäßigen RadCHECKs sowie die YouTube-Videos Rad-
TUTORIALs. (Anm. d. Red.: Die Angebote sind online zu finden unter karte.rad
kulturbw.de
bzw. www.radkultur-bw.de/kalender und auf dem YouTube-Kanal der RadKULTUR.)

Entscheidend sind aber auch gute und si-
chere Radwege in den Städten und auf dem Land. Mit der RadSTRATEGIE haben wir ei-
nen Fahrplan für die Radverkehrsförderung bis zum Jahr 2025. Hier ist Baden-Württem-
berg weiterhin auf einem sehr guten Weg: Wir fördern den Ausbau der Radinfrastruk-
tur und die Kommunen beantragen mehr Maßnahmen als je zuvor. Wir unterstützen auch den Bau von Radschnellverbindungen, die besonders für PendlerInnen attraktiv sind. Eine aktuelle Studie der Universität

Die Initiative RadKULTUR: Für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur in Baden-Württemberg

Das Land macht sich stark für eine moderne und nachhaltige Mobilität. Der Anteil des Radverkehrs im Mobilitätsmix soll deutlich gesteigert werden. Die Initiative RadKULTUR ist bereits seit 2012 eine zentrale Maßnahme des Landes zur Förderung einer fahrradfreund-
lichen Mobilitätskultur. In enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Unternehmen sowie mit der Unterstützung eines stetig wachsenden Partnernetzwerks, bietet die Initiative Bür-
gerinnen und Bürgern positive Radfahr-Erlebnisse in ihrer individuellen Alltagsmobilität. So wird deutlich: Das Fahrrad ermöglicht es, im Alltag zeitgemäß mobil zu sein. Weitere Informationen unter www.radkultur-bw.de.


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